
Bei Bimsstein handelt es sich um einen Stein vulkanischen Ursprungs. Die Entstehung von Bimsstein ist auf Lava zurückzuführen, die den Stein durch Gase wie Kohlendioxid und Wasserstoff aufwühlt. Durch die Gase entsteht die poröse Struktur des Steines, der sich chemisch nicht von herkömmlicher verhärteter Lava unterscheidet. Der Stein kann in verschiedenen Farben auftreten, von Hellbeige bis Dunkelgrau.
Durch die poröse Struktur verfügt der Stein über gute Wärmedämmeigenschaften. Aus diesem Grund wird er unter anderem im Bau verwendet, für die Herstellung von Leichtbetonsteinen. Schwimmsteine bestehen zu einem großen Anteil aus Bimsstein. Das Material findet auch in weiteren Bereichen Anwendungen. In der Zahntechnik wird Bimssteinpulver für die Vorpolitur von Zahnprothesen verwendet. Selbst in der Textilindustrie gibt es eine Anwendungsmöglichkeit für das Material. Mit dem Stein wird bei der Herstellung von Jeanshosen der Stonewashed-Effekt erzielt. In handlichen kleinen Blöcken ist Bimsstein auch in der Apotheke erhältlich zu einem Preis von 2 bis 5 Euro. Der Stein, der in der Apotheke angeboten wird, ist für die Hand- und Fußpflege vorgesehen. Die Struktur des Steines erlaubt es, auf schonende Art und Weise abgestorbene Haut von den Händen und Füßen abzuschleifen. Besonders in der Antike wurde der Stein für viele Aufgaben im Bereich der Pflege und ärztlichen Behandlung verwendet.
Bimsstein kann hauptsächlich in Gebieten mit starker vulkanischer Aktivität abgebaut werden. Das heißt aber nicht, dass Bimmsstein ausschließlich in der Nähe von Vulkanen vorkommt. In der Nähe ehemals aktiver Vulkane, die nicht mehr als solche zu erkennen sind, kann vor langer Zeit auch Bimmsstein entstanden sein, der heute abgebaut werden kann. Bimmssteinvorkommen gibt es auch in Deutschland, obwohl keine aktiven Vulkane bekannt sind. Der Stein wird im Tagebauchverfahren abgebaut.
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